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Anfang des Jahres 1974 wurde beschlossen, daß der Armeesportklub seinen eigenen Nachwuchs heranbilden sollte. Die Armeesportvereinigung mußte eigene Trainingszentren aufbauen. Es gab den Befehl Nr. 149, in dem bekanntgegeben wurde, die Schüler der Heimburger Schule und der Diesterweg - Oberschule im Ortsteil Blankenburg - Oesig als Einzugsgebiet für das künftige „ Trainingszentrum Rennschlitten Heimburg - Oesig“ zu sichten. Da keiner hier vom Rennschlittensport Kenntnis hatte, wurde weiterhin festgelegt, daß die notwendigen Grundlagen der ASK Oberhof für die ersten zukünftigen Trainer und Übungsleiter Hans Wyschka, Helmut Zimmermann, Lore Ehrig und Helmut Stange vermitteln würde.
Das Trainingszentrum fand bei den Schülern regen Zuspruch, es arbeiteten schließlich 12 Trainer mit den Kindern und Jugendlichen in mehreren Trainingsgruppen und unterschiedlichen Altersgruppen. In Heimburg und in der Oesig lernte man ab Mai 1974 intensiv das 1x1 des Rennschlittensports, nach dem alle organisatorischen Hürden bis hin zu Pionieraktiv, Elternvertretung u.ä. gemeistert waren. Als der Stab des Grenzregiments aus der Harzstraße in Blankenburg nach Halberstadt umzog, wurde Hans - Werner Stollberg hauptamtlicher Trainer.
Für jeden Sportler und Trainer ging es nun darum über die Kreismeisterschaften, Bezirks- und DDR - Spartakiaden zu beweisen, was sie gelernt hatten. Im Januar 1979 rangen im Kreis Wernigerode bereits 6 Trainingszentren bei der Kreismeisterschaft um Medaillen. Vom TZ Heimburg - Oesig konnten sich 5 Sportler zur DDR- Spartakiade qualifizieren. An der 16. Kreisspartakiade im Sommerrodeln in Schierke nahmen im Sommer 1980 65 Sportler von uns teil. Es wurde ein zähes Ringen um die Delegierungen zum ASK nach Oberhof. Die kontinuierliche Talentsuche und – entwicklung unter den Schülern ermöglichte es, daß aus unserem Trainingszentrum Heimburg- Oesig viele Jahre Sportler nach Oberhof an die Kinder- und Jugend - Sportschule delegiert werden konnten. Getragen vom Armeesportklub und damit dem TZ - Leiter Oberstleutnant Maibuhr standen alle notwendigen finanziellen, organisatorischen und personellen Türen offen. Großen Anteil am Erfolg der Arbeit hatten aber auch alle Ehrenamtlichen und die Eltern der Sportler.

Das sollte sich nach 1989 als besonders beständig aber auch äußerst notwendig herausstellen. Gemeinsam mit dem Trainer Hans - Werner Stollberg und dem Übungsleiter Helmut Zimmermann gründete der Elternvertreter Ulf Pöppe 1990 aus dem Trainingszentrum nach dessen Ausgliederung aus der Armee den Rodelclub Blankenburg e.V.. Eine Reihe ehemaliger Übungsleiter mußten sich beruflich neu orientieren , standen daher dem Rennschlittensport nicht mehr zur Verfügung. Verschiedene z. B. Bodo Nitschke und Siegfried Siedlewski, blieben dennoch der liebgewordenen Rodeltradition treu, stehen heute zum Beispiel bei Wettkämpfen als Kampfrichter zur Verfügung.
Aus einer kleinen Gruppe Sportler nach der Wende hat sich wieder eine feste Gruppe risikobereiter, regelmäßig trainierender Rennrodler gebildet. Zur Zeit treiben in unserem Verein 31 Kinder und Jugendliche der Altersklassen Schüler bis Junioren Sport. Drei mal in der Woche trainieren sie in den Turnhallen der Stadt Blankenburg Ausdauer, Kraft, Gewandheit, Schnelligkeit und bereiten sich auf den „Tausendfüßlern“ auf die Wintersaison vor. Da wir in Blankenburg keine Rennrodelbahn zur Verfügung haben, ist es für unsere Kinder doppelt Ansporn, sich im Sommer bei allen sich bietenden Möglichkeiten für den Winter als bestens vorbereitet zu empfehlen. Aus den Reihen der Eltern konnten wir neue Übungsleiter für unseren Verein gewinnen, so werden die Trainingsstunden jetzt von den Sportfreunden Herbert Papies und Heiko Ullrich durchgeführt. Mit Birgit Rother (geborene Pöppe) kommt eine Übungsleiterin auch aus den Reihen der ehemaligen Aktiven.

Vielen ist bekannt, daß Susi Erdmann in unserem Verein Rodeln gelernt hat und bis heute in der Weltspitze das Tempo der Rennrodler und mittlerweile der Bobfahrerinnen ( 3.Platz im Damenbob Olympia 2002 in Salt Lake City ) mitbestimmt. Bis 1996 trainierte Holger Pöppe in Blankenburg, von hier aus konnte er sich dann sowohl sportlich als auch beruflich im Hochsauerland auf der Kunsteisbahn in Winterberg als Rennrodeltrainer für die Schüler empfehlen. Aus unserer jüngsten Vergangenheit können wir die Delegierung von Tatjana Hüfner, Fabian und Florian Wolf zum Sportgymnasium in Oberwiesenthal als Erfolg verzeichnen. Für Tatjana Hüfner hat sich dieser Weg bewährt. Sie konnte am 27.11.2005 ihren ersten Weltcupsieg verbuchen, wurde bei den Europameisterschaften in Winterberg 2006 zum 2. Male Vizeeuropameisterin und belegte in dieser Saison im Gesamtweltcup den 3. Platz. Mit Susi Erdmann (Bob) und Tatjana Hüfner (Rodeln) nehmen zwei Sportler, welche ihre ersten Sporen in der Eisrinne in unserem Rodelclub verdienten, an den Olympischen Spielen 2006 in Turin teil.

So ist der Verein mit Frau Dr. Hüfner an der Spitze auch weiterhin bemüht , allen interessierten ein abwechslungsreiches und ausgeglichenes Training anzubieten das dann hoffentlich mit guten Ergebnissen belohnt wird .